Wolff

Flüela

Theater Winterthur

Das Theater Winterthur, 1979 vom Architekten Frank Krayenbühl fertiggestellt, ist ein äusserst eigenwilliges und damit schweizweit – wenn nicht international – einzigartiges Haus. Diese Eigenständigkeit fusst auf der Verbindung sehr differenter architektonischer Prinzipien. Das Äussere zeichnet sich durch eine in der Höhen- und Tiefenentwicklung gestufte und aufgrund der weitgehend geschlossenen, unverkennbaren Bleiplattenverkleidung monolithisch wirkende Volumengliederung aus. Im Bericht der kantonalen Denkmalpflege wird diese Volumetrie richtigerweise dem postmodernen Strukturalismus zugeordnet. Gleichzeitig erzeugt die äussere Erscheinung aber auch weitere Assoziationen. Man fühlt sich etwa an die abstrakten, zuweilen mimetisch anmutenden «Berg- oder Fels-Kompositionen» des späten Alvar Aalto erinnert.
Hinter und unter dem «Panzer» der wohl einmaligen Bleiplattenverkleidung verbirgt sich ein offener Innenraum, der gleichwertig von wiederum plastisch ausgebildeten Raumabschlüssen, nämlich den teilweise «überhängenden» Betonvolumen des grossen Saals, wie auch offenen Strukturen, namentlich den Stahlfachwerkträger der Dachkonstruktionen, gebildet wird. Sowohl im Saal wie auch in den Foyers ist der Raum in gewisser Weise durch «informelle» Qualitäten, beispielsweise ablesbar in fehlenden Symmetrien, geprägt. Damit ist auch der «landschaftliche» Charakter der Foyers gemeint, die sich diagonal über mehrere Terrassen miteinander verbinden. Auch das ist übrigens eine Raumqualität, die sich bei Aalto findet. Überlagert wird diese Raumprägung durch die offen geführte Haustechnik sowie eine farblich differenzierte Gliederung der Elemente, wozu im kantonalen Bericht der Denkmalpflege auf die Einflüsse der damals aktuellen, internationalen Strömungen um Norman Foster und Renzo Piano verwiesen wird.
Die Sanierung eines Gebäudes, wie das Theater Winterthur, ist vor dem Hintergrund seiner architektonischen Qualitäten und seiner denkmalpflegerischen Bedeutung eine eminent architektonische Aufgabe. Die Rolle des Architekten ist in diesem Fall aber nicht die eines «aktiv» entwerfenden Autors, der nach einer Neuprägung sucht. Vielmehr besteht seine Rolle in der Funktion eines «Anwalts», der die beschriebenen Qualitäten verantwortungsbewusst und sorgfältig schützt. Die Architekten sind in diesem Sinne «passiv Kontrollierende» eines jeden Eingriffs – sie sind das baugeschichtliche Gewissen dieses Denkmals.

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Grossalbis

Witikon

Rain

Root

Buchwiesen

Lattenbach

Triemli

Thurgauerstrasse

Rehau

Das Multihaus als nutzungsflexibler Hallenbau
Das aus drei Modulen aufgebaute Multihaus ist als nutzungsflexibler Hallenbau konzipiert. Der schlanke und flache Baukörper folgt dem Grundstückszuschnitt und entwickelt sich in Längsrichtung zur Brauhausstraße. Im Endausbau erreicht das Gebäude die Kreuzung Brauhausstraße/Frauenbergerstraße. Der Baukörper ist sorgfältig in die Topografie eingepasst, die in Längsrichtung um rund 1.5 Meter und Querrichtung um 2.0 bis 3.0 Meter ansteigt.
Die Skelettstruktur weist in der Längsrichtung ein Grundraster von 6.50 Metern auf, das gemäss dem beigezogenen Laborplaner ideale Voraussetzungen für die Labornutzung schafft. In Querrichtung weist der Hallenbau drei Tragachsen auf, zwei davon direkt hinter der Fassadenebene. Die Halle besitzt im Sinne maximaler Nutzungsflexibilität eine durchgehend gleiche Raumhöhe von 3.90 Metern im Licht. Sämtliche vertikalen Erschliessungen für Personen, Waren und Medien sind der Hallenstruktur beidseitig aussen angelagert, schaffen so uneingeschränkte Flexibilität im Innern und prägen den architektonisch-plastischen Ausdruck des Neubaus. Mit dieser Idee folgt der Vorschlag einem bekannten Bautypus aus Industrie und Dienstleistung wie beispielsweise dem Schaltwerk von Hans Hertlein in Berlin (1927) oder dem Bürohaus der Inland Steel Company von SOM in Chicago (1957).

Etappierung der Module 1, 2 und 3
Das Modul 1 mit dem Zentrallabor wird im unmittelbaren Anschluss an die Bestandsgebäude an der Brauhofstraße erstellt. Der verbleibende Zwischenraum dient auch in Zukunft der Anlieferung. Der Bau des Modul 2 stellt eine lineare Erweiterung des ersten Abschnitts in gleicher Bauweise und Geschossigkeit dar. Durch die lineare Erweiterung wird der Betrieb im Zentrallabor nicht gestört.
Das Modul 3 ist als Aufstockung auf Modul 1 und 2 in Leichtbauweise (Stahlskelett mit Holzelementdach) konzipiert. Die Vorfabrikation der Leichtbauteile sorgt für geringe Auflasten auf die bestehende Struktur und eine «trockene», kurze Bauzeit, welche wiederum die Immission im Bestand gering halten respektive einen Bau unter Betrieb zulassen. Für die Erschliessung mit Personen und Waren werden die bestehenden Kerne aufgestockt. Separate Technikräume in der Aufstockung, insbesondere für die Lüftung, machen die Räume von Modul 3 bezüglich der Medienerschliessung weitgehend autark. Mit dem Bau von Modul 3 kann das Gebäude über eine Brücke an den Bestand angeschlossen werden. Die Brücke führt direkt zum Betriebsrestaurant.

Erschliessung
Das Multihaus besitzt zwei Eingänge an der Brauhausstraße. Jener des Modul 1 dient dem Zugang zum Zentrallabor sowie zur späteren Aufstockung von Modul 3 mit Gesundheitszentrum und Betriebsrestaurant. Der Eingang des Modul 2 erschliesst die R+D Materials and Technologies sowie die darüber liegende Ausstellungshalle von Modul 3. Beide Module erhalten je einen zusätzlichen Kern mit Lastenaufzug und Fluchttreppenhaus. Der Lastenaufzug von Modul 1 dient später auch der Belieferung der Restaurantküche, jener von Modul 2 der Belieferung der Ausstellungshalle.
Rückgrat der horizontalen Erschliessung bildet eine in Längsrichtung des Gebäudes respektive eine entlang der Brauhofstraße verlaufende, durchgehende Wandelhalle. Aufgrund ihrer Breite und Belichtung ist sie mehr als nur ein Korridor: Sie dient dem Aufenthalt sowie dem Austausch und der Kommunikation unter den Mitarbeitern und ist damit zentrales Element der Strategie «Neue Arbeitswelten». Dieser Absicht folgend sind auch die alkovenartigen Ausweitungen zu verstehen, die Rückzugsraum für persönliche Besprechungen, Telefongespräche oder das Arbeiten am Laptop bieten. Zudem erlaubt die Wandelhalle die Verteilung grosser Güter und Geräte zu den Labors. Die Wandelhalle erschliesst sämtliche Labor- und Büroräume.

Nutzungsdisposition und Betrieb
Die Laborräume im Hauptgeschoss (N+1) besetzen einen innenliegenden Kernbereich, der von der Wandelhalle und den Büroräumen entlang der Nordseite umklammert wird. Die Labors werden zweiseitig, einmal über die Wandelhalle und gegenüber über ein Oberlichtband zu den Büroräumen, belichtet. Sie verfügen damit über eine ruhige und konstante Lichtsituation. Die schlanke Raumschicht der Büros ist gut und konstant über die Nordfassade belichtet. Die Disposition mit den Labors im Kernbereich und den umgreifenden Räumen von Halle und Büros rückt die Laborräume ins Zentrum des Betriebs und schafft sehr direkte Wege und Beziehungen zwischen Labor- und Büroarbeitsplätzen. Aufgrund der Hallenbauweise mit Skelettbau sind Umbauten respektive Flächenverschiebungen von Labor- zu Büronutzung und umgekehrt jederzeit möglich. Die Büroräume profitieren von der durchgehend gleichen, lichten Raumhöhe von 3.90 Metern der Labors.
Das Zugangsgeschoss an der Brauhofstraße (N±0) lässt aufgrund der topografischen Situation, nur eine einseitige Belichtung zu. Hier befinden sich neben den Räumen für Technik und Lager jene Laborräume, die wenig oder nur temporäre Personenbelegung aufweisen. Auch das ZE-Labor, das als einziger Raum eine Überhöhe benötigt befindet sich auf diesem Niveau und reicht über zwei Geschosse. Die wiederum strassenseitig vorgelagerte Erschliessungshalle schafft den nötigen Schutz vor unerwünschten Einblicken in die Laborräume.
In der Aufstockung über Modul 2 befinden sich die geforderten Besprechungszimmer sowie die Ausstellungshalle. Die Ausstellungshalle wird über einen doppelten Shed mit Nordlicht belichtet. Das Sheddach gibt dem Multihaus zudem sein unverwechselbares Gesicht zur Frauenbergerstraße hin. Punktuelle Öffnungen in der Fassade geben gezielte Ausblicke auf die Stadt und das Firmengelände der Rehau. Im Teilbereich Aufstockung über Modul 1 liegt das Betriebsrestaurant mit Küche. Das Restaurant kann aufgrund seiner Höhenlage direkt über eine Brücke an die Bestandsgebäude angeschlossen werden. Ein eingeschnittener Dachhof ermöglicht das Speisen im Freien. Die Küche ist direkt mit einem Lastenaufzug verbunden. Über den Aufzug wird angeliefert, zudem kann die darunter liegende Ausstellungshalle bei grösseren Banketten bedient werden.

Medienerschliessung und Gebäudetechnik
Das Konzept der Medienerschliessung folgt der Absicht maximaler Nutzungsflexibilität im Hallenbau. Dabei werden die Labors und Büroräume des Hauptgeschosses (N+1) über dezentral verteilte Schächte direkt von unten angefahren. Die primäre, horizontale Verteilung erfolgt hinter der Vorsatzschale in einem durchgehenden Installationsraum an der Rückwand des Zugangsgeschosses (N+0). Die Zu- und Fortluft erfolgt über einen Lüftungskamin an der Nordfassade. Damit bleiben der Hallenbau und die Aufstockung von Modul 3 frei von durchgehenden Schachtquerschnitten. Die Räume des Modul 3 verfügen über eigene Lüftungszentralen auf dem Dach, sodass auch hier bei der Erschliessung bestehende Einheiten nicht tangiert werden.
Das energieeffiziente Haustechnikkonzept sieht vor, dass die Beheizung des Gebäudes über die bestehende Geothermie erfolgt. Über das gleiche System erfolgt im Sommer die Kühlung des Gebäudes. Die Be- und Entlüftung wird mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Um eine möglichst autarke Energieversorgung zu realisieren, werden die Wärmepumpe, die LED-Beleuchtung sowie die Anlagen der mechanischen Lüftung über eine Eigenstromerzeugung durch Photovoltaik auf dem Dach gespeist. Die Transmissionswärmeverluste des Gebäudes werden durch einen ausgewogenen baulichen Wärmeschutz mit ca. 20 Zentimeter Wärmedämmung im Bereich der Fassaden, 30 Zentimeter Dämmung auf dem Dach und 14–16 Zentimeter Perimeterdämmung im Bereich beheizter Bereiche im Erdreich sowie durch die geplante 3-Scheiben-Verglasung minimiert. Das vorgeschlagene Konzept führt zu einer nahezu autarken Energieversorgung des Gebäudes mit einer hohen Energieeffizienz sowie einer hohen Nachhaltigkeit auf Grund der CO2-Minimierung.

Fassade und architektonischer Ausdruck
Der massiv konstruierte Hallenbau von Modul 1 und 2 wie auch der Leichtbau von Modul 3 erhalten eine Fassade aus hell geschlemmtem Klinker. Im Bereich der vorgestellten Vertikalerschliessungen wird die Fassade zweischalig, mit einer inneren aussteifenden Betonschale und einem vorgeblendeten Klinkermauerwerk, ausgeführt. Im Bereich der Brüstungsbänder und bei Modul 3 werden Klinkerriemchen auf eine Trägerplatte geklebt. Die Fenster sind anthrazitfarben. Den Fenstern vorlagert ist eine feste Lamellenstruktur in Aluminium, welche den Wärmeeintrag reguliert und für eine ausgeglichene Lichtsituation im Innern sorgt. Der Bau steht auf einem Betonsockel. Das Dach wird mit einem Trapezblech in CNS gedeckt.
Es wird ein architektonischer Ausdruck gesucht, der Funktion und Aufbau des Multihauses auf elegante Weise nach aussen trägt. Er oszilliert zwischen industriellem und repräsentativem Charakter.

Konstruktion und kostensparende Bauweise
Die vorgeschlagene Gebäudestruktur und Fassadenkonstruktion weisen einen sehr hohen Grad an Standardisierung und Wiederholung auf. Alle oberirdischen Bauteile, wie etwa die Betonfertigteilelemente der Stützen, Unterzüge und Decken werden vorfabriziert und am Bau montiert. Die Typisierung der Bauteile und die Montagebauweise verkürzen über einen rationellen Bauablauf die Bauzeit und tragen der Forderung einer kostensparenden Bauweise Rechnung. Die Rohbaustruktur bleibt im Innenraum sichtbar, sodass der Aufwand im Innenausbau minimiert werden kann.

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Dreieck

Stadtraum und Quartier
Der von A. H. Steiner um 1948 als Gartenstadt entworfene Stadtteil Schwamendingen besitzt noch heute seine Gültigkeit und hat viel von seinem ursprünglichen Charakter als Zürichs «Gartenzimmer» behalten, der sich durch weitläufige Wohnquartiere mit zeilenförmigen Bauten von geringer Dichte und durchlässigen Aussenräumen auszeichnet. Infolge der anstehenden Erneuerung grosser Baufelder im gesamten Quartier stellt sich die Frage, ob und in welcher Art die bestehenden Qualitäten trotz der deutlich höheren Bebauungsdichte beibehalten werden können. Wir sind der Meinung, dass die Eigenarten des Steinerplans gerade heute einer zeitgemässen Wohnvorstellung entsprechen und weiterentwickelt werden können, sodass trotz der anstehenden Transformation die Qualität eines homogenen Stadtquartiers erhalten wird.
Die Qualität des Steinerplans liegt in seiner formalen Homogenität. Diese wird massgebend durch die repetitive und egalitäre Anwendung des Zeilenbautyps und durch einen kontinuierlich fliessenden Freiraum erreicht. Weitläufige Rasenflächen und oftmals feine Abstufungen der Nutzungsintensitäten und Öffentlichkeitsgrade prägen den Charakter des Freiraums. So wie bei den Häusern eine klare Ausformulierung von Strassen- oder Gartenfassaden unterspielt wird, werden im Freiraum explizit Ausformulierungen von Zugangs- und Gartenseiten oder von scharf determinierten Aussenraumtypen vermieden.
Der vorliegende Entwurf knüpft an den inhaltlichen und formalen Qualitäten des Steinerplans an. Die im Masterplan definierten Baufeldgrössen werden als sinnvolle Grösse einer „Baueinheit“ verstanden.

Baukörper und Aussenraum
Der Entwurf adaptiert den Zeilenbautyp formal neu. Die charakteristische Zeilenform reagiert über Enge und Weite im Aussenraum sowie in der Perspektive verkürzte Baukörper auf die höhere Dichte. In der egalitären Behandlung von Orientierung, Aussenraum und Strassenbezug sowie in der allseitigen Vernetzung und Durchwegung knüpft das Projekt an den Qualitäten des Steinerplanes an.
Das Projekt sieht sechs s-förmig geschwungene Zeilen, jeweils gespiegelt und paarweise gruppiert vor, die das gesamte Baufeld aufspannen. Zusammen mit den leichten Versätzen in den Bauzeilen erhalten die Bauten eine elegante, fein modulierte Gestalt. Eingeschossige Gewerbebauten an der Dübendorferstrasse verorten den Zeilenkopf zur Strasse. Die schlanken Zeilen sind fünf Geschosse hoch und werden durch ein leicht vorspringendes, flach geneigtes Satteldach abgeschlossen.
Die ost-west-orientierten Bauten erzeugen modulierte Aussenräume unterschiedlicher Tiefe, welche sich von der Dübendorfstrasse bis ins Zentrum des Schwamendinger-Dreiecks erstrecken. Sich in Gegenbewegung zur Gebäudezeile schwingende Wege führen zu einer räumlich spannungsvollen Erschliessung des Baufeldes. Das Wegenetz führt die vorhandene quartierstypische Sekundärerschliessung fort und gewährt eine allseitige Vernetzung. Das Wegenetz ist so angelegt, dass die Erschliessung der Hauseingänge ohne zusätzliche Stichwege auskommt und keine Rückseiten, weder im Aussenraum noch bei den Bauten, entstehen. Informell gehaltene Kiesflächen in den Weggabelungen verfestigen Begegnungsstellen und werden als Orte für unterschiedliche gemeinschaftliche Nutzungen vorgesehen.

Häuser und Wohnungen
Der vorgeschlagene Wohnungstyp mit der abtrennbaren Wohnküche ist aus der städtebaulichen Setzung entwickelt und unterstreicht die Schlankheit der Gebäudezeilen. Er vereint die Qualitäten des Durchwohnens mit den praktischen Vorzügen einer abschliessbaren Küche. Die leichten Versätze in den Fassaden ermöglichen jeder Wohnung, neben der primären Ost- und Westorientierung auch einen Blick nach Norden und Süden in die Tiefe des Aussenraums und zu den angrenzenden Baufeldern.
Die Hauszugänge befinden sich an der Stirnseite und in der Mitte der Zeile. Von den Eingangshallen, wo sich Veloräume und Waschküchen befinden, gelangt man ins Treppenhaus, welches jeweils zwei Wohnungen pro Geschoss erschliesst. Alle Wohnungen haben durchgängige, zweiseitig orientierte Wohn-Essbereiche mit Sichtbezug in beide Aussenräume. Das Wohnzimmer mit den Balkonen liegt jeweils, alternierend in jeder Zeile, auf der Seite des weiteren Aussenraums.
Die grosszügige mit einem zusätzlichen Tisch möblierbare Küche ist vom Wohn-Esszimmer abtrennbar. Durch die Oblichter und die Glastüre wird jedoch eine räumliche Transparenz geschaffen. Der einfache Hallengrundriss ist trotz kleiner Wohnungsgrösse und der abtrennbaren Wohnküche grosszügig und verfügt über einen hohen Nutzwert, wobei insbesondere das geräumige Entrée und das grosse Bad an der Fassade zu erwähnen sind. Die vorgeschlagene Grundrisstypologie funktioniert bei allen Wohnungsgrössen optimal.
Am Zeilenende an der Roswiesen-Strasse – nahe bei der Tramhaltestelle – wird das altersgerechte Wohnen angeordnet. Am Zeilenkopf zur Quartierswiese, wo sich das Quartierszentrum befindet, und an der Dübendorfstrasse sind Ateliers und Gewerberäume vorgesehen.

Architektonischer Ausdruck und Materialisierung
Mit dem architektonischen Ausdruck werden, dem städtebaulichen Konzept folgend, die Themen der steinerschen Gartenstadt reflektiert. Die schlanken Gebäudekörper verfügen über ein feinmaschiges Fassadenkleid in dezenter Buntheit und schliessen mit einem dünnen, flach geneigten Dach ab.
Die elegant geschwungenen Gebäudekörper werden mit einem dünnen Fassadenkleid aus Faserzementplatten verkleidet, welche die Vertikale betonen und die Fassade rhythmisieren. Die geschosshohen Holzmetallfenster mit der asymmetrischen Kreuzteilung sind elfenbeinfarbig. Das mit Eternit belegte Satteldach und die Fallrohre aus Zinkblech verweisen auf die bestehenden Bauten und die im Ländlichen verorteten Referenzen der Steinerstadt.
Die Tragstruktur wird als konventioneller Massivbau in Ortbeton und Backstein erstellt. Die Fassade aus vorfabrizierten Holzelementen unterstreicht den Charakter der schlanken Bauten, verbessert die Grauenergiebilanz und hilft den Minergie-P-Standard zu erreichen. Das Satteldach wird als Kaltdach auf dem Massivbau erstellt. Die Materialien des Innenausbaus sind zweckmässig und robust. Bei der Konstruktion wurde auf eine weitgehende Systemtrennung geachtet, sodass Bauteile entsprechend ihrer Lebensdauer einfach ersetzt werden können.
Mit dem architektonischen Ausdruck wie auch der vorgeschlagenen städtebaulichen Setzung der neuen Siedlung werden die Themen der Gartenstadt Steiners aufgenommen und in einer zeitgemässen Architektur und Dichte weiterentwickelt. Sie verwebt sich in selbstverständlicher Art mit dem städtebaulichen Kontext und reflektiert in eigenständiger Weise die Themen der Gartenstadtidee.

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Jungfrau Ostgrat